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Die Dichtung ist von wesentlicher Bedeutung im Hinblick auf den Umwelt- und Grundwasserschutz für die Gebrauchsfähigkeit und die Lebensdauer von Bauwerken.

Als technisch dichte Barrieren gegen Flüssigkeiten und Gase haben Kunststoffdichtungsbahnen und geosynthetische Tondichtungsbahnen große Bedeutung im Bauwesen erlangt. Dies gilt insbesondere im Deponie-, Tunnel- und Wasserbau.

Zur Anwendung kommen Kunststoffdichtungsbahnen (KDB, international GBR-P) insbesondere aus Polyethylen unterschiedlicher Dichte und Modifikation und mit Dicken von mehr als 1,0 mm. Auf der abzudichtenden Fläche werden Kunststoffdichtungsbahnen von zugelassenen Fachbetrieben lose verlegt und miteinander verschweißt. Kunststofffolien mit 0,3 bis 1,0 mm Dicke werden verwendet, wenn nur geringe Beanspruchungen zu erwarten sind. Dies gilt vorwiegend für temporäre Abdeckungen und auch für Gartenteiche.

Geosynthetische Tondichtungsbahnen (GTD, international GR-C)), in Deutschland allgemein bekannt unter dem Namen Bentonitmatten, sind industriell gefertigte Verbundprodukte aus polymeren und mineralischen Komponenten. Als polymere Komponenten werden üblicherweise geotextile Vliesstoff- oder Gewebelagen verwendet. Die mineralische Abdichtungskomponente besteht aus industriell aufbereiteten Natrium- oder Kalziumbentoniten. Der Verbund aller Komponenten wird durch Vernadelung oder Vernähung der Deck- und Trägergeotextilien erreicht. Bentonitmatten werden überlappend verlegt, mit zusätzlichem Bentonit abgedichtet und werden eingesetzt, um herkömmliche mineralische Tondichtungen zu ersetzen. Ansatzweise kann man davon ausgehen, dass eine Bentonitmatte in etwa die gleiche Dichtigkeit aufweist wie eine 1,0 m dicke Tondichtung. Entsprechende Nachweise sind produktbezogen und werden vom jeweiligen Hersteller zur Verfügung gestellt.

 

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